SmoliTec-Prototyp überzeugt beim anspruchsvollen Brandversuch im PORAVER Center
Am 1. September 2026 – genau am ersten Firmenjubiläum von SmoliTec allgäu – erreichte die Entwicklung unserer EasySafeBox einen entscheidenden Meilenstein: Bei einem realitätsnahen Brandversuch am Standort der PORAVER Forschungs GmbH in Schlüsselfeld wurde erstmals ein Prototyp der Sicherheitsbox unter extremen Bedingungen getestet.
Das Ergebnis: Die EasySafeBox hielt der hohen thermischen und mechanischen Belastung problemlos stand. Der Batteriebrand blieb innerhalb der Box kontrolliert, das eingesetzte EXTOVER®-Löschmittel erfüllte seine vorgesehene Funktion und eine gefährliche Ausbreitung des Brandereignisses auf die Umgebung wurde verhindert.
Zwei Lithium-Ionen-Akkus mit insgesamt ca. 520 Wh
Für den Versuch wurden zwei in der EasySafeBox gelagerte Lithium-Ionen-Akkus mit jeweils 260 Wh gezielt durch eine leistungsstarke Bengalflamme thermisch belastet. Dadurch wurden die Akkus entzündet und ein massives thermisches Ereignis mit Flammenbildung und explosionsartigen Reaktionen ausgelöst.
Damit wurde bewusst ein anspruchsvolles Szenario geschaffen, das die EasySafeBox weit über die Belastungen eines gewöhnlichen Akku-Defekts hinaus forderte.
Trotz der enormen Energieentwicklung blieb das Brandereignis innerhalb der Box kontrolliert:
- Die Konstruktion der EasySafeBox hielt der Belastung stand.
- Flammen und heiße Bestandteile blieben sicher im Inneren eingeschlossen.
- Das integrierte EXTOVER®-Löschmittel wurde freigesetzt und leitete den kontrollierten Löschvorgang ein.
- Die Wärmeübertragung nach außen blieb äußerst gering.
- Die gemessene Außentemperatur lag nach vorläufiger Auswertung bei maximal etwa 30 °C.
- Eine Entzündung angrenzender Gegenstände oder Materialien fand nicht statt.
Zu Beginn des Brandereignisses trat kurzzeitig Rauch aus der Box aus. Dies geschah in der Phase, bevor das Löschmittel vollständig freigesetzt wurde und seine Wirkung entfalten konnte. Anschließend wurde der Brand kontrolliert eingedämmt und gelöscht.
Unter den Bedingungen des Versuchs entstand außerhalb der EasySafeBox keine kritische thermische Belastung. Damit wurde genau das Entwicklungsziel erreicht: Ein Batteriebrand soll sich nicht auf die Umgebung ausbreiten und keine zusätzlichen Schäden im Gebäude verursachen.
Schutz, bevor aus einem Akku-Defekt ein Gebäudebrand wird
Lithium-Ionen-Akkus sind heute aus Unternehmen, Werkstätten und Privathaushalten nicht mehr wegzudenken. Gleichzeitig können beschädigte, tiefentladene oder thermisch belastete Akkus in einen sogenannten Thermal Runaway geraten. Dabei entstehen innerhalb kürzester Zeit hohe Temperaturen, Flammen, Rauch und explosionsartige Reaktionen.
Die EasySafeBox wurde entwickelt, um genau dieses Risiko zu beherrschen. Sie kombiniert eine widerstandsfähige doppelwandige Metallkonstruktion mit dem mineralischen Speziallöschmittel EXTOVER® und einem speziell entwickelten Sicherheits- und Filtersystem.
Im Ernstfall soll die EasySafeBox:
- das Brandereignis innerhalb der Box halten,
- eine Ausbreitung von Flammen und Hitze verhindern,
- den Akku mit EXTOVER® kontrolliert abdecken,
- dem Brand Sauerstoff und Wärme entziehen,
- eine erneute Entzündung erschweren,
- Rauch und austretende Gase reduzieren und
- umliegende Waren, Räume und Gebäude schützen.
Vielfältige Einsatzbereiche
Die EasySafeBox eignet sich für die sichere Aufbewahrung und das Laden von Lithium-Ionen-Akkus in zahlreichen Bereichen, beispielsweise:
- Industrie- und Produktionsbetriebe
- Handwerksunternehmen und Werkstätten
- Bauhöfe und kommunale Einrichtungen
- Modellbau und Drohnentechnik
- E-Bike-, E-Scooter- und Fahrradbetriebe
- Logistik- und Lagerbereiche
- Hotels, Ferienanlagen und Campingplätze
- Hausverwaltungen und Gemeinschaftsräume
- Schulen, Hochschulen und Forschungseinrichtungen
- Privathaushalte und Garagen
Aufbewahrt werden können unter anderem Werkzeugakkus, E-Bike-Akkus, Modellbauakkus, Drohnenakkus, Powerbanks sowie weitere mobile Energiespeicher.
Entwicklung gemeinsam mit erfahrenen Fachleuten
Begleitet wurde der Brandversuch von Teilnehmern aus Entwicklung, Industrie und Feuerwehrpraxis:
- Oliver Völk, Gesellschafter der SmoliTec GbR
- Simon Müller, Gesellschafter der SmoliTec GbR
- David-Veit Krafft, Geschäftsführer der PORAVER-Gruppe
- Lukas Hörlin, Head of R&D im PORAVER Center
- Hannes Raithel, Berufsfeuerwehr und fachliche Begleitung aus der Feuerwehrpraxis
Die Kombination aus unternehmerischer Produktentwicklung, Materialkompetenz, Forschung und praktischer Erfahrung im Umgang mit Brandereignissen ermöglichte eine fundierte Bewertung des Versuchsverlaufs.
PORAVER und EXTOVER®
Die PORAVER-Gruppe ist ein international tätiger Spezialist und Weltmarktführer für die Herstellung und den Vertrieb von Blähglasgranulat aus Recyclingglas. Das Unternehmen investiert kontinuierlich in Forschung, Entwicklung und neue industrielle Anwendungen. Mehr über die PORAVER-Gruppe
EXTOVER® ist ein mineralisches Speziallöschmittel auf Basis von Recyclingglas. Beim Abdecken eines Brandherdes verdrängt es Sauerstoff, nimmt Wärmeenergie auf und bildet unter hoher Temperatureinwirkung eine geschlossene mineralische Schutzschicht. Dadurch wird die Brandreaktion eingedämmt und eine erneute Entzündung erschwert.
Ein besonderer Erfolg zum ersten Firmenjubiläum
Dass dieser wichtige Versuch genau am ersten Firmenjubiläum von SmoliTec allgäu stattfand, machte den Tag für unser Team doppelt besonders.
Innerhalb eines Jahres entwickelte sich aus einer ersten Idee ein funktionierender Prototyp, der nun unter anspruchsvollen Bedingungen seine Schutzwirkung eindrucksvoll unter Beweis gestellt hat. Das positive Testergebnis bestätigt das technische Grundkonzept der EasySafeBox und bildet die Grundlage für die nächsten Entwicklungsschritte.
Der erfolgreiche Versuch stellt noch keine abschließende Produktzertifizierung dar. Als Nächstes folgen weitere Prüfungen, Optimierungen und die vorgesehenen Zertifizierungsverfahren.
Wir halten unsere Kunden und Partner selbstverständlich über die weitere Entwicklung auf dem Laufenden.
EasySafeBox von SmoliTec – damit aus einem Akku-Defekt kein Gebäudebrand wird.





